Allgemeine Geschäftsbedingungen
Die folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Geschäftsbeziehungen mit der ValeriArts Interior Art Studio e.U.
AGB — Gestaltungs- und Designleistungen
Diese AGB gelten für Planungs-, Gestaltungs- und Beratungsleistungen (Interior Design, Raumkonzepte, Einrichtungs- und Gestaltungsplanung) im Rahmen des freien Gewerbes „Interior Design“.
§ 1 Geltungsbereich
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge über Design-, Gestaltungs-, Planungs- und Beratungsleistungen, die ValeriArts als Dienstleistung erbringt (insbesondere Interior-Design-Konzepte, Raum- und Einrichtungsplanung, Material-, Farb- und Lichtkonzepte, Moodboards, Visualisierungen/Renderings, Gestaltungsberatung), die über www.valeriarts.com oder im direkten Kontakt geschlossen werden.
1.2 Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 1 KSchG). Unternehmer ist, wer nicht Verbraucher ist.
1.3 Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ValeriArts stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragspartnerin, Vertragssprache
Vertragspartnerin ist die ValeriArts Interior Art Studio e.U. (Firmenbuch- und Kontaktdaten siehe Impressum). Die Vertragssprache ist Deutsch; Verträge können auch in englischer Sprache geschlossen werden.
§ 3 Leistungsumfang und Befugnisabgrenzung
3.1 Gegenstand des Vertrags ist die im jeweiligen individuellen Angebot beschriebene Gestaltungs- und Planungsleistung. Maßgeblich für Umfang, Leistungstiefe und Honorar ist ausschließlich das jeweilige Angebot.
3.2 Die Leistung wird – soweit nicht anders vereinbart – in Leistungsphasen erbracht (z. B. Konzept/Entwurf, Detailausarbeitung, Material-/Möblierungskonzept, optional gestalterische Umsetzungsbegleitung).
3.3 Befugnisabgrenzung: ValeriArts erbringt gestalterische und einrichtungsbezogene Planung im Rahmen des freien Gewerbes „Interior Design“. Nicht Gegenstand der Leistung sind den reglementierten Gewerben bzw. Ziviltechnikern vorbehaltene Tätigkeiten, insbesondere statische Berechnungen, Tragwerks-, Bau- und Einreichplanung, baubehördliche Genehmigungsverfahren sowie örtliche Bauaufsicht. Erfordert ein Projekt solche Leistungen, sind hierfür vom Kunden befugte Fachplaner (Architekt/Ziviltechniker/Baumeister) gesondert zu beauftragen.
§ 4 Vertragsabschluss
4.1 Die Darstellung von Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Einladung zur Kontaktaufnahme.
4.2 Der Kunde richtet seine Anfrage über das Kontaktformular, per E-Mail (design@valeriarts.com) oder telefonisch an ValeriArts. Auf Grundlage der Anfrage erstellt ValeriArts ein individuelles, schriftliches Angebot (in der Regel als PDF).
4.3 Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot annimmt (z. B. per E-Mail in Textform) und ValeriArts die Annahme bestätigt.
§ 5 Honorar und Zahlung
5.1 Es gelten die im jeweiligen Angebot angegebenen Honorare (Pauschal-, Stunden- oder Phasenhonorar). ValeriArts ist Kleinunternehmerin gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG; es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Die angegebenen Beträge sind Endpreise.
5.2 Die Zahlung erfolgt per Banküberweisung auf das im Angebot bzw. in der Rechnung angegebene Konto.
5.3 ValeriArts ist berechtigt, bei Auftragserteilung eine angemessene Anzahlung (in der Regel 50 % des Auftragswerts) zu verlangen. Bei phasenweiser Leistung wird nach Abschluss der jeweiligen Phase abgerechnet; der Restbetrag ist mit Übergabe der abschließenden Leistung fällig.
5.4 Nebenkosten und Auslagen (z. B. Reise- und Fahrtkosten, Material- und Musterkosten, Druck, Kosten beauftragter Dritter) sind, soweit im Angebot vorgesehen, gesondert zu ersetzen.
5.5 Möbel und Materialien (Beschaffung): Sind im Rahmen des Projekts Möbel, Einrichtungsgegenstände oder Materialien zu beschaffen, erfolgt dies je nach Projekt und Lieferant nach einem der beiden folgenden Modelle. Welches Modell gilt, wird im jeweiligen Angebot bzw. in der Auftragsbestätigung festgelegt.
(a) Weiterverkauf (Beschaffung im eigenen Namen): ValeriArts beschafft die Ware im eigenen Namen und veräußert sie an den Kunden weiter. Insoweit kommt ein Kaufvertrag zwischen ValeriArts und dem Kunden zustande; der Kaufpreis ergibt sich aus dem Angebot. ValeriArts trägt die Gewährleistung für die gelieferte Ware nach den gesetzlichen Bestimmungen; das Eigentum geht erst mit vollständiger Bezahlung über (Eigentumsvorbehalt).
(b) Vermittlung (Beschaffung in fremdem Namen): ValeriArts vermittelt die Ware, der Kaufvertrag kommt unmittelbar zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Lieferanten zustande. ValeriArts wird insoweit nur vermittelnd/koordinierend tätig, erhält hierfür ggf. eine im Angebot ausgewiesene Vergütung und haftet nicht für die Ware, deren Lieferung oder Gewährleistung; diese richtet sich nach dem Vertrag mit dem Lieferanten.
Liefer-, Montage- und Versandmodalitäten werden im Angebot geregelt. Trifft das Angebot keine Festlegung zum Beschaffungsmodell, gilt im Zweifel die Vermittlung nach lit. (b).
5.6 Handwerks- und Umsetzungsleistungen (Direktbeauftragung): Handwerks-, Bau- und sonstige Umsetzungsleistungen werden ausschließlich unmittelbar zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Handwerks-/Umsetzungsbetrieb beauftragt und abgeschlossen. ValeriArts wird insoweit nur empfehlend und koordinierend tätig und haftet nicht für deren Leistungen, Lieferungen oder Termine.
§ 6 Mitwirkungspflichten des Kunden
6.1 Der Kunde stellt ValeriArts rechtzeitig alle für die Leistung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Pläne und Zugänge (z. B. zum Objekt, für Aufmaße) zur Verfügung und trifft erforderliche Entscheidungen und Freigaben fristgerecht.
6.2 Verzögerungen oder Mehraufwand, die aus verspäteter, unvollständiger oder unrichtiger Mitwirkung des Kunden entstehen, gehen nicht zu Lasten von ValeriArts und können gesondert in Rechnung gestellt werden.
§ 7 Änderungen und Mehraufwand
7.1 Das Angebot umfasst den dort genannten Leistungsumfang einschließlich der angegebenen Anzahl an Korrektur-/Entwurfsschleifen.
7.2 Darüber hinausgehende Änderungswünsche, zusätzliche Entwurfsvarianten oder eine nachträgliche Erweiterung des Leistungsumfangs werden nach Aufwand gesondert honoriert und vor Ausführung abgestimmt.
§ 8 Termine, Leistungsfristen und Abnahme
8.1 Angegebene Termine und Leistungsfristen sind unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich schriftlich als verbindlich vereinbart wurden. Fristen verlängern sich angemessen, soweit der Kunde seine Mitwirkungspflichten nicht rechtzeitig erfüllt.
8.2 Mit Freigabe einer Leistungsphase durch den Kunden gilt die jeweilige Leistung als abgenommen. Erklärt sich der Kunde nach Übergabe eines abnahmefähigen Leistungsergebnisses nicht binnen 14 Tagen unter Angabe konkreter Mängel, gilt die Leistung als abgenommen.
§ 9 Rücktrittsrecht für Verbraucher (Widerrufsrecht)
9.1 Verbraucher haben bei im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen grundsätzlich das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurückzutreten (§§ 11 ff. FAGG). Die Frist beginnt mit dem Tag des Vertragsabschlusses.
9.2 Zur Ausübung des Rücktritts genügt eine eindeutige Erklärung (z. B. per E-Mail an design@valeriarts.com). Die rechtzeitige Absendung der Erklärung wahrt die Frist.
9.3 Vorzeitiger Beginn / Erlöschen des Rücktrittsrechts: Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass ValeriArts mit der Dienstleistung bereits vor Ablauf der Rücktrittsfrist beginnt, gilt:
– Tritt der Verbraucher bei begonnener, aber noch nicht vollständig erbrachter Leistung zurück, hat er den bis dahin erbrachten anteiligen Leistungswert zu vergüten (§ 16 FAGG).
– Das Rücktrittsrecht erlischt vorzeitig, sobald ValeriArts die Dienstleistung vollständig erbracht hat, sofern der Verbraucher dem vorzeitigen Beginn ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis vom Verlust des Rücktrittsrechts bei vollständiger Erfüllung bestätigt hat (§ 18 Abs. 1 Z 1 FAGG).
9.4 Auf diese Folgen wird der Verbraucher vor Vertragsabschluss gesondert hingewiesen.
§ 10 Urheber- und Nutzungsrechte an Entwürfen
10.1 Entwürfe, Konzepte, Pläne, Visualisierungen und sonstige Gestaltungsergebnisse sind urheberrechtlich geschützte Werke (§§ 2, 3 UrhG). Das Urheberrecht verbleibt bei der Urheberin.
10.2 Mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Honorars erhält der Kunde ein Werknutzungsrecht zur einmaligen Umsetzung des konkreten beauftragten Projekts am vereinbarten Objekt. Eine darüber hinausgehende Nutzung – insbesondere Mehrfachverwendung, Übertragung an Dritte, gewerbliche Weiterverwertung, Bearbeitung oder Wiederholung des Konzepts an anderen Objekten – bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und Vergütung.
10.3 Bis zur vollständigen Bezahlung dürfen die übergebenen Entwürfe und Konzepte weder umgesetzt noch verwertet werden.
10.4 Urheberbenennung: Die Urheberin hat das Recht, als Urheberin der Gestaltung genannt zu werden (§ 20 UrhG).
10.5 Referenz-/Portfoliorecht: ValeriArts ist berechtigt, die erbrachten Leistungen und – soweit zugänglich – das umgesetzte Ergebnis zu fotografieren und zu Dokumentations-, Referenz- und Eigenwerbezwecken (Portfolio, Website, soziale Medien) zu nutzen. Wünscht der Kunde Vertraulichkeit, ist dies vor Auftragserteilung schriftlich zu vereinbaren.
§ 11 Gewährleistung und Haftung
11.1 ValeriArts erbringt ihre Leistung mit fachlicher Sorgfalt. Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen (ABGB, KSchG).
11.2 Gegenüber Verbrauchern haftet ValeriArts nach den gesetzlichen Bestimmungen. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen; die Haftung für Personenschäden bleibt unberührt.
11.3 ValeriArts haftet nicht für die Ausführung durch vom Kunden beauftragte Handwerks-, Liefer- oder sonstige Drittunternehmen, für vom Kunden vorgegebene oder freigegebene Inhalte sowie für das Erreichen eines bestimmten wirtschaftlichen oder gestalterischen Erfolgs, soweit dieser nicht ausdrücklich zugesichert wurde.
11.4 Eine Haftung für Farb-, Material- und Strukturabweichungen, die sich aus der digitalen Darstellung (Bildschirm-/Renderwiedergabe gegenüber dem realen Material) ergeben, ist ausgeschlossen.
§ 12 Rechtswahl und Gerichtsstand
12.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Bei Verbrauchern bleibt der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts unberührt.
12.2 Für Streitigkeiten mit Unternehmern ist das sachlich zuständige Gericht in Wien ausschließlich zuständig. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
§ 13 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.